Gesundheit auf Reisen

Wer gesund auf eine Reise geht möchte in der Regel auch gesund wieder zurückkommen – sicherlich geht es euch in diesem Punkt nicht anders. Euer Körper ist natürlich an die Gegebenheiten eures Umfeldes gewöhnt, sodass es auf Reisen durchaus passieren kann, dass euer Körper mit den dortigen Gegebenheiten seine Probleme hat. Damit ihr bereits vor eurer Abreise vorsorgen könnt, findet ihr im Folgenden einige persönliche Tipps rund um das Thema „Gesundheit auf Reisen“.


Impfungen:
Grundsätzlich solltet ihr euren Impfpass natürlich nicht nur vor anstehenden Reisen auf Aktualität prüfen, sondern diesen grundsätzlich auf dem aktuellsten Stand halten. Welche Impfungen für eure nächste Reise erforderlich sind hängt stark von eurem Reiseland und den dortigen Gegebenheiten ab. In den westlichen Ländern benötigt ihr in den meisten Fällen keine zusätzlichen Impfungen, da Hygienestandards und medizinische Versorgung in der Regel sehr hoch sind und Krankheitserreger bis auf das mögliche Minimum reduziert werden. Reist ihr hingegen auf andere Kontinente, in denen die medizinische Versorgung nicht dem europäischen Standard entspricht und auch die hygienischen Standards nicht mit den unseren vergleichbar sind, solltet ihr euch von eurem Hausarzt über die Notwendigkeit weiterer Impfungen informieren lassen. Gegebenenfalls kann auch der Kontakt zum Gesundheitsamt nicht schaden, da sich die Gesundheitsämter in der Regel intensiver mit Krankheiten, Epidemien und Ansteckungsgefahr unterschiedlicher Regionen auseinandersetzen.

Ich habe meine erste Erfahrung mit der Notwendigkeit von Zusatzimpfungen vor meiner Reise nach Peru gemacht, als ich mich gegen Tollwut, Typhus und Gelbfieber impfen ließ. Im ersten Moment dachte ich noch daran, wie befremdlich es klingt, sich gegen derartige Erreger impfen zu lassen, doch letztlich ist es auch nichts anderes, als eine herkömmliche Impfung gegen Tetanus. Was für mich jedoch fast zum Problem wurde war die für die Impfungen benötigte Zeit, da einige Impfungen zweifach bzw. dreifach geimpft werden müssen. Zwischen den einzelnen Impfungen müssen zudem zum Teil Pausen von mehreren Tagen oder Wochen liegen, damit die Impfung optimal wirkt. Über erforderliche Impfungen solltet ihr euch daher bereits so früh wie möglich vor eurer Reise informieren.

Die für die Impfung anfallenden Kosten sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden, da diese schnell mehrere hundert Euro betragen können. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass es von Vorteil sein kann mit seiner Krankenkasse zu sprechen, die in meinem Fall alle Kosten übernommen hat. Natürlich ist die Kostenübernahme von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich, doch fragen kostet erst einmal nichts.

Reiseapotheke:
Es hat mir bisher noch nie geschadet bestimmte Medikamente auf meinen Reisen dabei gehabt zu haben, wobei es selbstverständlich nicht die eine Reiseapotheke für alle Reisenden geben kann. Vielmehr spielt hierbei die persönliche Gesundheit eine entscheidende Rolle und gibt vor, welche Medikamente mitgeführt werden müssen.

Womit ich allerdings auf meinen Reisen noch nie etwas falsch gemacht habe waren Schmerztabletten (z. B. gegen Kopfschmerzen), Kohletabletten (z. B. bei Magenproblemen) und Pflaster. Deshalb würde ich auch euch empfehlen diese Dinge in jeden Fall mitzunehmen. Bitte beachtet aber in jedem Fall die Packungsbeilage oder die Anweisungen eures Arztes – speziell wenn ihr weitere Medikamente gegen Krankheiten oder persönliche gesundheitliche Beschwerden nehmt.

Grundsätzlich bin ich aber auch davon überzeugt, dass eine Flasche Wasser bereits eine große Wirkung hat und viele Beschwerden (z. B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme, etc.) verringern kann. Es muss nicht immer gleich das Schmerzmittel sein.

In Peru habe ich zudem die Erfahrung gemacht, dass man im Zweifelsfall einfach einmal abwarten sollte. Als wir nach unserem einstündigen Flug aus Lima in der peruanischen Andenstadt Cuzco gelandet waren, stellte sich bei uns schnell das Gefühl der Höhenkrankheit ein. Übelkeit, Kreislaufprobleme, Kopf- und Gliederschmerzen. In solchen Fällen hilft es auch einfach einmal sich einen Tag lang ins Bett zu legen und sich zu akklimatisieren. Am darauffolgenden Tag waren wir wieder fit, weil sich unser Körper an die Gegebenheiten gewöhnt hatte – ganz ohne Medikamente.

Zusammenfassend:
Abschließend möchte ich euch noch einmal empfehlen euch frühzeitig über die Gegebenheiten vor Ort zu informieren und mit eurem Hausarzt bzw. dem Gesundheitsamt Rücksprache zu halten und euch eine Fachmeinung einzuholen. Bedenkt, dass gerade Impfungen ihre Zeit brauchen und fangt daher nicht zu kurzfristig damit an.

Bezüglich eurer Reiseapotheke solltet ihr ebenfalls mit eurem Hausarzt sprechen und euch seine Einschätzung und Empfehlung anhören. Trinkt auf euren Reisen genug Wasser und vermeidet aufkommende Beschwerden so bereits von Beginn an.

Grundsätzlich würde ich euch auch empfehlen in eurem Portmonee einen Zettel mit euren Allergien, benötigten Medikamenten und sonstigen gesundheitsrelevanten Daten in Deutsch und in der Sprache eures Reiselandes aufzubewahren. So kann euch im Notfall schnell geholfen werden. Ihr solltet zudem eine Kontaktperson inklusive ihrer Kontaktdaten vermerken.