Vänern – Natur pur am drittgrößten See Europas

Wenn ihr auf eurer Reise durch Skandinavien nach einem wahren Naturerlebnis sucht, empfehle ich euch am Vänern, dem mit 5.500 km² drittgrößten See Europas, Halt zu machen. Hier könnt ihr die unglaubliche Landschaft zwischen Oslo und Stockholm genießen, ohne von externen Faktoren dabei gestört zu werden. Wir haben uns auf unserer Reise für einen Zwischenstopp im Nationalen Schutzgebiet „Hamnholmarna“ entschieden und diesen mit einer Übernachtung im nahegelegenen Karlstad verbunden.

Holzsteg im Nationalen Schutzgebiet Hamnholmarna bei Karlstad

Auf unserer Reise durch Skandinavien hatten wir bereits die im Südwesten Norwegens liegende Hafenstadt Stavanger, die ehemalige Hansestadt Bergen und Norwegens Hauptstadt Oslo besichtigt. Bevor wir nach Stockholm, unserem ursprünglich nächsten Ziel nach Oslo, weiterfahren würden, hatten wir uns kurz vor unserer Abreise aus Deutschland überlegt einen Zwischenstopp am Vänern einzulegen, um uns einen Eindruck der einzigartigen Natur an dem schwedischen See zu machen. Für die Übernachtung hatten wir eine Unterkunft in Karlstad gebucht, das rund 30 km östlich des Nationalen Schutzgebietes „Hamnholmarna“, am nördlichen Ufer des Sees, liegt. Das wir uns speziell für einen Halt in Hamnholmarna entschieden hatten war am Ende jedoch wohl mehr Zufall als geplant, da wir das Schutzgebiet erst beim Scrollen der GoogleMaps-Karten* entlang unserer Route Oslo-Stockholm bemerkten und in diesem Zusammenhang die ersten Fotos der Region gesehen hatten.

Hamnholmarna erreichten wir nach knapp drei Stunden Autofahrt, von Oslo kommend, gegen Mittag an einem Tag Ende Mai. 212 km hatten wir an diesem Tag zurückgelegt und uns dafür entschieden direkt an den Vänern zu fahren, ehe wir in unserer Unterkunft eincheckten und das Gepäck auf das Zimmer brachten. Bereits die Anfahrt zum Parkplatz im Nationalen Schutzgebiet Hamnholmarna gestaltete sich verhältnismäßig schwierig, da die Straße, an welcher der Parkplatz liegt, keinen eigenen Namen besitzt. Eine Eingabe in unser Navi war daher nicht möglich, sodass wir den letzten Teil der Strecke mit Hilfe von GoogleMaps* auf dem Handy zurücklegten, da wir hier die Touch-Funktion des Handy benutzen konnten, um unser Ziel zu bestimmen. Bei der Fahrt zwischen Schnellstraße und Parkplatz solltet ihr euch nicht vom Fahrbahnbelag irritieren lassen, da die letzten sechs Kilometer der Strecke einem Waldweg gleichen. (Den Parkplatz, für den wir uns letztlich entschieden, könnt ihr mit Hilfe der folgenden Koordinaten finden: 59°17’51.4″N 13°17’45.1″E – diese Koordinaten könnt ihr übrigens auch so in GoogleMaps* kopieren).

Am Parkplatz angekommen stellten wir unser Auto ab, schnappten uns die Kamera und machten uns auf den Weg durch den in kräftigem Grün gefärbten Nadelwald in Richtung des Sees. Bereits am Parkplatz findet ihr eine hölzerne Beschilderung vor, die euch den Weg zum See aufzeigt. Zudem befinden sich am Wegesrand senkrecht aufgestellte Holzpfeiler mit einer rot-blauen Markierung. Diese teilt sich in etwa der Hälfte des Weges in den „roten Weg“ und den „blauen Weg“, sodass ihr euch für einen der beiden Wege entscheiden müsst. Euch bleibt aber in jedem Fall genug Zeit beide Wege zu erkunden, sodass ihr auf keinen Fall einen Teil des Gebietes auslassen müsst – auch im Hinblick auf die Strecke der Wege ist es möglich, beide zu erkunden.

Nach einer guten Viertelstunde Waldweg, begleitet von einem intensiven Duft der zahlreichen Nadelbäume, erreichten wir das nördliche Seeufer des Vänern, welches von dichtem Schilf bewachsen ist. Mitten durch den Schilf führt ein hölzerner Steg von etwa einem Meter Breite quer über das Wasser und bindet die beiden nachfolgenden kleinen Inseln in Ufernähe an dieses an. Links und rechts des Weges könnt ihr beim Überschreiten des Steges im Wasser immer wieder Schwärme kleiner Fische, die sich ihren Weg durch den Schilf und die vereinzelt wachsenden großen Blätter der Seerosen suchen, beobachten. Auch verschiedene Unterarten der Seemöwe, Amseln, Bachstelzen und Schwalben begleiten euch auf eurem Weg mit ihrem Gezwitscher. Zudem hört ihr den Wind, wie er durch das trockene Schilf pfeift und die Wellen, wie sie auf das Ufer und die Gesteinsformationen im Wasser treffen.

Wenn ihr den Holzsteg über alle Inseln hinweg bis zum Ende gegangen seid, gelangt ihr zu einer Holzhütte. In dieser Hütte befinden sich mehrere festinstallierte Holzliegen, auf denen es sich mit einem Schlafsack und einer Isomatte oder Decke gut übernachten lässt. Um die zu drei Seiten geschlossene Hütte zu beheizen befindet sich auch ein Ofen in einer der vorderen Ecken, welcher mit Holz erhitzt werden kann. Der Blick aus der Hütte heraus richtet sich in südliche Richtung, direkt auf den See und die großen flachen Felsformationen. Auf der freien Fläche vor der Hütte befindet sich zudem eine Feuerstelle, um sich an ihr zu wärmen oder mitgebrachtes Fleisch und Spieße zu grillen.

Wir entschieden uns jedoch dafür an unserer Unterkunft in Karlstad festzuhalten, da diese bereits gebucht und bezahlt war und wir auch nicht das nötige Equipment im Auto hatten, um eine Nacht am Värnern zu verbringen. Wir genossen noch eine Weile die eindrucksvolle schwedische Landschaft – den Vänern, den hinter uns liegenden Nadelwald und das Pfeifen der Vögel – ehe wir zurück zum Parkplatz spazierten und nach Karlstad weiterfuhren. Der Zwischenstopp am See hatte sich definitiv gelohnt und war genau die richtige Abwechslung zwischen den beiden skandinavischen Hauptstädten Oslo und Schweden.

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