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Das Ruhrgebiet stand einst für Kohle, Stahl und Bergbau. Mittlerweile gehört dieser Teil der Vergangenheit an. Die Region hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt und ist heute durch die Aufforstung grüner denn je. Quer durch das Ruhrgebiet ziehen sich seit kurzer Zeit diverse Radwege, die unter den Namen „Ruhrtal Radweg“ oder „Route Industriekultur“ zusammengefasst wurden. Einen kleinen Teil dieser Route habe ich am Osterwochenende befahren, nämlich die Strecke zwischen Bochum Hbf. und Essen Hbf. Der Radweg führt hierbei über die alte Erzbahntrasse und vorbei am UNESCO Welterbe Zeche Zollverein.

UNESCO Welterbe Zeche Zollverein in Essen
UNESCO Welterbe Zeche Zollverein in Essen (2019)

Die Fahrt von Bochum nach Essen beginnt direkt am Bochumer Hauptbahnhof. Die ersten 2 Kilometer führen euch zunächst noch durch die Bochumer Innenstadt bis hin zur Jahrhunderthalle. Dieser Streckenabschnitt ist zum Teil mit Radwegen ausgestattet. Ist kein Radweg vorhanden, so ist in der Regel die Mitbenutzung des Gehweges durch entsprechende Beschilderung geregelt. Die Jahrhunderthalle erreicht ihr bereits nach ca. 8 Minuten.

Sobald ihr die Bochumer Jahrhunderthalle passiert habt, setzt ihr eure Fahrt auf einem der neu gestalteten Radwege fort. Dieser führt euch entlang der alten Erzbahntrasse, über die ursprünglich die Hochöfen mit Eisenerz versorgt wurden. Auch der Rhein-Herne-Kanal, umliegende Kokereien und verschiedene Zechen waren an die Eisenbahnlinie angeschlossen. Heute sind in einigen Teilen noch Überreste des früheren Schienennetzes zu sehen und auch die Brücken entlang der Erzbahntrasse, die über kleinere Täler, Schienen und Autobahnen führen, werden heute für den Fahrradverkehr weiter genutzt. Links und rechts des Weges blickt ihr in weiten Teilen auf Wälder und landwirtschaftlich genutzte Felder. Ab und zu entdeckt ihr  den einen oder anderen Förderturm von einer der zahlreichen Zechen zwischen Bochum, Gelsenkirchen und Essen.

Fahrradbrücke der Erzbahntrasse bei Bochum
Moderne Fahrradbrücke der Erzbahntrasse bei Bochum (2019)

Nach rund 60 Minuten Fahrtzeit erreicht ihr die Zeche Zollverein, die von der UNESCO im Jahr 2001 zum Welterbe ernannt wurde. Hier bietet sich eine Pause in einem der Biergärten auf dem ehemaligen Zechengelände an, während ihr den Blick auf den Schacht 12 genießen könnt. Wenn ihr etwas mehr Zeit mitgebracht habt, bietet sich zudem eine Besichtigung der Anlage an. Hierbei könnt ihr sowohl auf die Geschichte der Zeche Zollverein zurückblicken, als auch in die neue Nutzung einiger Teilbereiche eintauchen. Auf dem Gelände der Zeche Zollverein befinden sich neben Biergärten und Konzerthallen auch eine Pool Landschaft und im Winter eine Eisbahn.

Sobald ihr euch für die Weiterfahrt entschieden habt, folgt der wohl anstrengendste Abschnitt auf eurer Route, da ihr nun für etwa fünf Minuten hinauf zum „Aussichtspunkt am Hallo“ fahrt. Von hieraus habt ihr eine tolle Aussicht auf die Zeche Zollverein, die Kirche St. Nikolaus in Essen-Stoppenberg und einige in der Ferne liegende Industrieanlagen und Halden.

Der übrige Weg bis zu eurem Ziel, dem Essener Hauptbahnhof, könnt ihr fast ausschließlich rollend zurücklegen. Vom Aussichtspunkt am Hallo führt der Weg zunächst eine ganze Zeit lang bergab, ehe ihr kurz vor Erreichen des Hauptbahnhofes noch einmal kurz in die Pedale treten müsst. Auch die letzten 2,5 Kilometer der Strecke führen wieder entlang der Straße, wobei ihr auf diesem Abschnitt ausschließlich auf Radwegen entlang der Straße oder durch den verkehrsberuhigten Bereich der Essener Innenstadt fahren könnt.

Rückblickend betrachtet kann ich euch eine Tour auf dem 25 Kilometer langen Radweg durch das Ruhrgebiet empfehlen, da die Strecke mit Ausnahme des kurzen Anstiegs zwischen Zeche Zollverein und dem Aussichtspunkt am Hallo nahezu eben verläuft. Die Strecke ist daher auch für euch geeignet, wenn ihr nicht regelmäßig auf das Rad steigt.

Verlauf Erzbahntrasse Bochum - Essen
Verlauf Erzbahntrasse Bochum – Essen
Höhenprofil Erzbahntrasse Bochum - Essen
Höhenprofil Erzbahntrasse Bochum – Essen

Die Strecke könnt ihr euch von Google Maps berechnen lassen, wenn ihr als Startpunkt den Bochumer Hauptbahnhof und als Ziel den Essener Hauptbahnhof wählt. Als Zwischenziel müsst ihr die Zeche Zollverein eingeben und den Aussichtspunkt am Hallo und die Navigation auf „Fahrrad-Route“ einstellen.

Noch Fragen?
Solltest du weitere Fragen zur Radtour entlang der Erzbahntrasse haben, freue ich mich über deine Nachricht. Diese kannst du entweder über die Sozialen Medien oder direkt über das Kontaktformular senden.

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