3 Tage in der ewigen Stadt – Rom

Rom gehört aus meiner Sicht auf jeden Fall zu den Städten in Europa, die ihr gesehen haben müsst. Selbstverständlich kann es bei einer Reise in Italiens Hauptstadt nicht schaden, wenn ihr Interesse für die Geschichte der römischen Antike und des Römischen Reiches mit im Gepäck habt, aber auch ohne ein Überflieger in Latein gewesen zu sein werdet ihr euren Aufenthalt in Rom genießen. Viele spannende Momente der römischen Geschichte warten darauf, von euch entdeckt zu werden. Und solltet ihr zwischendurch doch einmal eine Pause brauchen, werdet ihr diese in einem der vielen kleinen Cafés oder Restaurants finden!

Vom Flughafen in die Stadt
Zunächst werdet ihr jedoch aller Voraussicht nach an einem der beiden Flughäfen Roms landen und euch von dort aus auf den Weg in die Stadt machen. Rom verfügt über zwei Flughäfen, den „Aeroporto Internazionale Leonardo Da Vinci“ (im Südwesten Roms) und den „Aeroporto Di Roma-Ciampino“ (im Südosten Roms). Die Flugzeit von Deutschland nach Rom dauert in etwa 1.45 – 2.15 Stunden, je nachdem, von welchem Flughafen in Deutschland ihr startet. Da Rom zu den beliebtesten Reisezielen Europas zählt habt ihr auch bei der Wahl der Airline eine große Auswahl und könnt diese ganz nach euren persönlichen Präferenzen auswählen.

Wenn ihr nun also an einem der beiden Flughäfen gelandet seid, empfehle ich euch für die Weiterreise in die Stadt den Zug bzw. den Bus. Den Zug solltet ihr wählen, wenn ihr auf dem „Aeroporto Internazionale Leonardo Da Vinci“ landet. Der Bahnhof befindet sich direkt im Flughafen und ist zu Fuß gut erreichbar. Der Zug fährt von hieraus in ca. 45 Minuten direkt bis in das Zentrum Roms, an die Station „Roma Termini“ (Hauptbahnhof Rom). Wenn ihr hingegen auf dem „Aeroporto Di Roma-Ciampino“ landet, habt ihr leider nicht die Möglichkeit direkt in einen Zug zu steigen, der euch in das Zentrum bringt. Vergleichbar ist aber sicherlich der Flughafen Bus, der ebenfalls eine Direktverbindung mit der Station „Roma Termini“ herstellt. Die Fahrt mit dem Bus dauert in etwa 45 Minuten (variiert aber je nach Verkehrslage).

Transport in der Stadt
Wenn ihr euch, wie ich auch, nur wenige Tage in Rom aufhaltet, empfehle ich euch Rom weitestgehend zu Fuß zu erkunden. Auf diese Weise seht ihr am meisten von der Stadt und auch die kurzen Entfernungen lassen es zu, auf Bus und Bahn – zumindest weitestgehend – zu verzichten. Das römische Kolosseum, das Forum Romanum und der Palatin liegen in Sichtweite von einander entfernt und auch vom Kolosseum zum Pantheon sind es fußläufig nicht mehr als 20 Minuten. Auch den Petersdom im Vatikan erreicht ihr vom Kolosseum in unter 45 Minuten Fußweg.

Solltet ihr euch aber doch einmal dazu entscheiden eine (Teil-)Strecke mit dem Bus zurückzulegen, empfehle ich euch, dass ihr euch vorher mit der ungefähren Dauer der Fahrt vertraut macht und wisst, wo ihr aussteigen müsst. Ich habe in Rom leider die Erfahrung gemacht, dass die Haltestellen Ansage im Bus schlecht zu verstehen war, weshalb ich mir vorher Gedanken gemacht habe, an welcher Station ich wieder aus dem Bus aussteigen muss. Hinzu kommt, dass Busse in Rom – zumindest die, mit denen ich gefahren bin – nicht nach Fahrplan fahren. Hierdurch kann sich eure Tagesplanung entsprechend verschieben.


Persönliche Empfehlung von Sehenswürdigkeiten
Wenn ihr das erste Mal in Rom seid empfehle ich euch die klassischen Sehenswürdigkeiten Roms zu besuchen. Hierzu gehören meiner Meinung nach das Kolosseum (innen wie außen), der Palatin und das angrenzende Forum Romanum, der Trevi-Brunnen und die Spanische Treppe.

Das Kolosseum ist bereits von außen unglaublich beeindruckend, wen gleich es für mich auch erschreckend zu sehen war, dass große Teile des Kolosseums nur durch eine umfangreiche Rekonstruktion erhalten wurden. Selbstverständlich relativiert sich dieser Gedanke, wenn man bedenkt, dass das Kolosseum um 80 n. Chr. errichtet wurde und somit annähernd 2.000 Jahre alt ist. Wenn ihr das Kolosseum von innen besichtigt, wozu ich euch in jedem Fall raten würde, solltet ihr entweder eine geführte Tour buchen oder auf einen ausleihbaren Audio-Guide zurückgreifen. Ich habe bei meiner Reise durch Rom den Audio-Guide genutzt und kann diesen in jedem Fall weiterempfehlen – definitiv gehen euch aber viele interessante Informationen verloren, wenn ihr das Kolosseum auf eigene Faust besichtigt.

Nachdem ich meinen Rundgang durch das Kolosseum beendet hatte, habe ich mich auf den Weg gemacht, um den Palatin zu besichtigen. Der Palatin gehört zu den sieben Hügeln, auf denen Rom im Jahr 753 v. Chr. erbaut worden sein soll und ist somit Teil der römischen Gründungsgeschichte, zu der bekanntlich auch Romulus und Remus gehört haben sollen. Vom Palatin aus habt ihr zudem einen tollen Blick auf das Zentrum Roms und weiter westlich auch auf den Vatikan und die Kuppel des Petersdoms.

Direkt an den Palatin angrenzend befindet sich das Forum Romanum. Das Forum Romanum war im antiken Rom das Zentrum der Stadt, auf dem sich das alltägliche Leben abgespielt hat. Wenn ihr das Forum Romanum besucht, könnt ihr auch heute noch den Aufbau des Forums erkennen, da frühere Tempel, Säulengänge und Straßen gut erhalten sind. Zumindest so gut, dass ihr euch eine Vorstellung davon machen könnt, wie die einzelnen Bauten einmal ausgesehen haben müssen. Das Forum Romanum erreicht ihr über die Via Nova – eine noch erhaltene Straße aus dem antiken Rom – die vom Palatin hinab führt.


Rund 20 Minuten entfernt in nördliche Richtung befindet sich der Trevi-Brunnen. Ich habe ihn erst einmal eine Weile suchen müssen, da der Brunnen hinter einem Häuserblock liegt. Wenn ihr aber grob die richtige Richtung eingeschlagen habt verdichten sich irgendwann die Menschenmassen, sodass ihr wisst, dass ihr euch auf dem richtigen Weg befindet. Bevor ich den Trevi-Brunnen das erste Mal gesehen habe, hatte ich ihn mir doch deutlich kleiner vorgestellt. Die tatsächlichen Ausmaße des Brunnens fand ich einfach überwältigend, da der Trevi-Brunnen in das angrenzende Gebäude integriert wurde.

Meine letzte Empfehlung für eure erste Reise nach Rom ist die Spanische Treppe (ca. 10 min. vom Trevi-Brunnen entfernt). Auf der Spanischen Treppe habt ihr erneut einen perfekten Blick auf Rom und insbesondere auf den Vatikan. Die Kuppel des Petersdoms sticht hierbei besonders aus den bunten italienischen Häusern hervor und bietet somit ein perfektes Fotomotiv (Eingangsbild).

Direkt an der Spanischen Treppe befindet sich eine Metro-Station, die ihr nun nach einem anstrengenden Tag nutzen könnt, um zu eurer Unterkunft zurückzukehren.Grundsätzlich ist es möglich, alle fünf beschriebenen Sehenswürdigkeiten an einem Tag zu besichtigen, jedoch würde ich euch davon abraten, dies zu tun. Nehmt euch stattdessen lieber einen Tag mehr Zeit, um die einzelnen Stationen auf euch wirken zu lassen. Selbstverständlich gibt es über meine Empfehlungen hinaus noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, die ihr bei einem Besuch in Rom aufsuchen könnt, wie beispielsweise das Pantheon oder den Vatikan (eigener Beitrag).

Essen und Trinken
Was soll ich zu Essen und Trinken in Italien groß sagen? Ich würde euch empfehlen eine frische Pizza, frische Pasta oder frische Meeresfrüchte zu probieren, da es wohl keine Region gibt, in der diese Dinge so gut schmecken wie in Italien – ich gehe aber auch davon aus, dass ihr hierauf bereits selbst gekommen seid. Dazu ein Glas Wein oder Traubensaft und schon ist der kulinarische Genuss ins Italiens Hauptstadt sichergestellt. Bestimmte Restaurants möchte ich an dieser Stelle nicht empfehlen, da es in Rom eine derartige Vielzahl klassischer italienischer Restaurants gibt, die sich in ihrer Qualität kaum unterscheiden, sodass es euch sicherlich nicht schwer fallen wird, eines dieser Restaurants zu finden.

Sicherheit
Die Sicherheit in Rom würde ich mit der Sicherheit anderer europäischer Großstädte vergleichen. Grundsätzlich solltet ihr keine allzu großen Bedenken haben, wenn ihr in Rom durch die Straßen geht. Natürlich solltet ihr die Augen auch nicht verschließen und davon ausgehen, dass nichts passiert – aber das tut ihr in Deutschland schließlich auch nicht. Taschendiebstähle gibt es in Rom sicherlich nicht mehr oder weniger als in London, Paris oder Berlin, sodass ihr auch in Rom immer einen Blick auf eure Wertgegenstände haben solltet.

Ich persönlich habe mich im Bahnhofsviertel rund um die Station „Roma Termini“ (Hauptbahnhof Rom) nicht allzu wohl gefühlt – hier gibt es viele dunkle Ecken und natürlich große Menschenmassen. Hinzu kommt, dass das Bahnhofsviertel grundsätzlich eine Renovierung vertragen könnte, wobei ich auch hier zu bedenken geben möchte, dass ein Bahnhofsviertel in Deutschland auch nicht zu den Orten gehört, an denen ich mich bevorzugt aufhalte.

Grundsätzlich braucht ihr bei eurer Reise nach Rom also keine Bedenken haben, wenn ihr mit offenen Augen durch die Straßen geht und auf eure Wertgegenstände achtet.

Noch Fragen?
Solltest du weitere Fragen bzgl. einer Reise nach Rom haben, freue ich mich über deine Nachricht. Diese kannst du entweder über die Sozialen Medien oder direkt über das Kontaktformular senden.

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